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Projektbeschreibung

A: aufklaren | Expertise & Netzwerk für Kinder psychisch erkrankter Eltern

Kinder psychisch erkrankter Eltern müssen besondere Belastungen verarbeiten. Häufig fallen sie jedoch durch das Raster der Hilfesysteme. Wie kann es gelingen, diese Kinder durch eine bessere Vernetzung der beteiligten Hilfesysteme adäquater zu unterstützen? Hier setzt das dreijährige Entwicklungsprojekt „A:aufklaren“ des PARITÄTISCHEn Landesverbandes Hamburg an. Durch die Förderung der Auridis Stiftung gGmbH wird es möglich, in vier Hamburger Bezirken neue Wege der Vernetzung und Unterstützung zu erproben. Insbesondere geht es darum, Veränderungen in folgenden Zielbereichen zu erreichen:

Fachkräfte im Sozialraum

  • Fachkräfte haben Zugang zu Fachinformationen und erweitern ihr Repertoire.
  • Fachleute sind handlungssicher und sprechen Kinder und Eltern an.
  • Fachkräfte arbeiten gemeinsam und interdisziplinär.

Vernetzungsstruktur der Systeme

  • Fallbearbeitung erfolgt mit Akteur*innen und Fachkräften aus mehreren relevanten Systemen.
  • Hilfe-und Regelsystem sind enger miteinander verbunden.
  • Neue Angebote und Projekte entstehen.

Ebene von Politik und Gremien

  • Die Thematik wird in relevanten Gremien regelhaft vertreten und wahrgenommen.
  • Durch die Präsenz des Themas entstehen Eigeninitiativen und Hilfen.

Wissenschaftliche Begleitung

Ein Forschungsteam des Departments Family, Child and Social Work an der MSH Medical School Hamburg begleitet diesen dreijährigen Prozess wissenschaftlich im Rahmen einer formativen Evaluation. Das Department beschäftig sich auf wissenschaftlicher Ebene mit der Förderung, Begleitung und Unterstützung von Erwachsenen, Familien und Kindern in besonderen und schwierigen Lebens- und Übergangssituationen.

Die Evaluation wird als interaktiver und zyklischer Prozess von Datenanalyse und Befragung ausgestaltet. Dies beinhaltet u.a. die Rückspiegelung der Ergebnisse, die Identifikation von „Baustellen“ sowie die Initiierung von Interventions- und Transferprozessen. Dieses Vorgehen wird als partizipativer Prozess gestaltet, unter Einbezug der zentralen Projektakteure.

Die Ergebnisse der Datenerhebungen, -auswertungen und -analysen werden im Rahmen von Entwicklungswerkstätten an die Projekt-Akteure zurückgespiegelt. Dies beinhaltet auch die fachliche Kommentierung und gemeinsame Diskussion von Konsequenzen für die Weiterentwicklung des Projekts.