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2. Praxismarkt der MSH 2019

Bereits zum zweiten Mal wurde am 13. November 2019 das Department Family, Child and Social Work zum Treffpunkt für Lehre und Praxis. Nach dem ersten Praxismarkt im November 2018 stellten sich in diesem Jahr etwa doppelt so viele Einrichtungen aus den Bereichen Frühförderung, Sozialarbeit und Therapie in den Räumlichkeiten der ehemaligen Seifenfabrik am Harburger Binnenhafen vor. Studierende verschiedener Fachrichtungen nutzten die Chance, sich über praktische Tätigkeitsfelder zu informieren und sich direkt mit möglichen Arbeitgebern auszutauschen.

Etwa 40 Anbieter berichteten dabei in einem offenen Rahmen nicht nur über ihre Arbeit, sondern auch ganz konkret über die Möglichkeiten für Praktika, Nebenjobs, Forschungsprojekte oder den Berufseinstieg. Mit den Praxispartnern waren auch einige MSH-Absolventen vor Ort, die den Studierenden aus ihrer Perspektive Rede und Antwort standen. In entspannter Atmosphäre konnten Part ner und Studierende einen Vormittag lang Kontakte knüpfen und sich über die Themenschwerpunkte Soziale Arbeit, Transdisziplinäre Frühförderung, Psychologie, Intermediale Kunsttherapie und mehr austauschen.

Eine praxisnahe Ausbildung sowie eine am Berufsalltag angelehnte Forschung gehören zum Leitbild der MSH. So ist der Praxismarkt mehr als eine Jobbörse für Studierende und dient vor allem auch dem fachlichen Austausch. Von diesem profitiert zum einen die Lehre an der MSH, bietet zum anderen aber auch den Einrichtungen Chancen zur gezielten Verbesserung ihrer Angebote.

Aktiv werden konnten Teilnehmer zudem beim Bienenwachs-Workshop: Bei dem Angebot des Teams Nachhaltigkeit MSH konnten Interessierte ein wiederverwendbares Bienenwachstuch zum Verpacken von Lebensmitteln herstellen, was sich schnell zum zentralen Anziehungspunkt des Praxismarkts entwickelte.

Das sagen die Studierenden über den Praxismarkt

  • Esther, 3. Semester Soziale Arbeit: »Mir gefällt vor allem die Möglichkeit, persönliche Kontakte aufzubauen.«
  • Lena, 3. Semester Transdisziplinäre Frühförderung: »Vor allem hat mir die Vielfältigkeit der anwesenden Praxispartner gefallen - egal ob Frühförderung, Frühe Hilfen oder Soziale Arbeit, für jeden ist etwas dabei. Das Besondere ist außerdem die angenehme Atmosphäre, in der wir hier die Einrichtungen kennenlernen.«
  • Studentin, 3. Semester Soziale Arbeit: »Ich finde es toll, dass es zwei Angebote mit dem Schwerpunkt Sexualität gab.«
  • Lisa, Sebastian & Rebecca, 3. Semester Intermediale Kunsttherapie: »Das Angebot ist wirklich sehr umfangreich. Besonders im Bereich Kunsttherapie ist es schwer, passende Stellen zu finden. Zwar sind auch bei den meisten Praxispartnern keine Kunsttherapeuten angestellt, aber im Gespräch ergab sich oft Interesse.«
  • Kati, 3. Semester Soziale Arbeit: »Die Idee ist cool, mir fehlten nur ein paar Angebote für Senioren.«
  • Alina, 3. Semester Soziale Arbeit: »Ich habe ganz viele Flyer von den Praxispartnern mitgenommen und finde es toll, nun ein Netzwerk von Angeboten zu haben, auf das ich zurückgreifen kann, wenn ich selbst mal im Beruf stehe und jemanden vermitteln will.«
  • Mirjana und Boyoung, 3. Semester Intermediale Kunsttherapie: »Der Praxismarkt darf gerne einmal im Jahr stattfinden. Das Angebot hätte mir bei der Praktikumssuche sehr geholfen.«
  • Studentin, 3. Semester Soziale Arbeit: »Schön, dass die MSH über den Praxismarkt bei den Einrichtungen bekannt wird.«

Eindrücke von den Praxispartnern

  • Hamburger Autismus Institut: »Die Location ist schön. Dadurch, dass wir so viel Platz hatten, konnten wir auch intensivere Gespräche führen. Und wir waren positiv überrascht, dass es sogar Frühstück gab - tolle Organisation.«
  • KiTa Kaninchen: »Für unsere Arbeit sind zum Beispiel auch Psychologen und Logopäden wichtig. Es ist toll, wenn Studierende dieser Fachrichtungen über eine Veranstaltung wie den Praxismarkt auf uns aufmerksam werden.«
  • Praxis für Heilpädagogik & Frühförderung: »Bei uns arbeiten bereits TFF-Absolventen der MSH. Die haben so viel Energie in unser Team gebracht und sind einfach super ausgebildet.«
  • Kinderkompass: »Wir brauchen hochspezialisierte Fachkräfte und durch den Studiengang Transdisziplinäre Frühförderung finden wir die an der MSH.«
  • Lebenshilfe Stormarn - Pädagogische Frühförderung: »Der Praxismarkt bietet die Möglichkeit, von Student zu Student zu erzählen, was Praxisarbeit bedeutet.«

Die Arbeit ausgewählter Praxispartner im Fokus

jhj Hamburg e.V.

Vor 40 Jahren mit der Suchthilfe gestartet, sind die Angebote des jhj schwerpunktmäßig auf Erwachsene mit Suchtproblematik gerichtet. Wichtig, um in der Suchthilfe zu arbeiten, ist Neugier und eine Leidenschaft für die Arbeit mit Menschen mit Brüchen im Lebenslauf. Dabei zeichnet sich die Tätigkeit durch Multidisziplinarität aus und umfasst beispielsweise auch die Bereiche Kinderschutz, Finanzen sowie Justiz.

 

 

 

pro familia – Beratungsstelle Stade

Die Angebote von pro familia reichen von der Schwangerschaftskonfliktberatung über die Beratung zu Themen der Elternschaft bis hin zu Infoangeboten für Schulklassen und der Arbeit mit Geflüchteten. Dabei fließen beispielsweise im Rahmen der Schwangerschaftskonfliktberatung, mit der pro familia einen gesetzlichen Auftrag erfüllt, auch politische Fragen in die Arbeit ein. Voraussetzungen für die Tätigkeit bei einer Beratungsstelle von pro familia sind neben einem Abschluss in Sozialer Arbeit, Erziehungswissenschaften, Medizin, Psychologie, Sozialwissenschaften oder einem ähnlichen Fachbereich vor allem auch die persönliche Haltung. Diese sollte dem Leitbild von pro familia entsprechen und beispielsweise im Sinne der Selbstbestimmtheit der Frau ausgerichtet sein. Eine spezifische fachliche Weiterbildung wird darüber hinaus von pro familia angeboten.

LeseTandem+ der KinderHelden gGmbH

Das Mentoring-Projekt LeseTandem+ ist für Studierende aller Fachrichtungen, aber auch andere Interessierte offen. Studierende der Sozialen Arbeit und Transdisziplinären Frühförderung können sich die Tätigkeit im Rahmen des Projekts sogar für ihr Praktikum anerkennen lassen. Die Arbeit ist als Ehrenamt konzipiert und auf ca. ein Jahr mit wöchentlichen Termin von zwei bis drei Stunden angelegt. Das Angebot zielt auf eine 1-zu-1-Förderung von Kindern mit Leseschwäche durch einen Erwachsenen ab, wobei das gemeinsame laute Lesen als zentrale Schlüsselkompetenz im Fokus steht. Darüber hinaus können je nach Interesse auch anderen Freizeitaktivitäten Teil des Mentorings sein.

AMP Schulbegleitung Hamburg GmbH

Im Rahmen einer Schulbegleitung werden Schüler der Klassen 1 bis 7 mit psychosozialer Beeinträchtigung und mit Unterstützungsbedarf im Bereich geistiger oder körperlich-motorischer Entwicklung betreut. Die Arbeit hat die Inklusion der Kinder zum Ziel. Für Sozialarbeiter und Psychologen geeignet, ist die Schulbegleitung sowohl als Nebenjob als auch für ein Praktikum attraktiv. Begleitend zur praktischen Tätigkeit erhalten Mitarbeiter wissenschaftlichen Input durch Seminare und persönliche Unterstützung durch Supervision.

Harburg Huus

Das Projekt bietet nicht nur, wie häufig üblich, für obdachlose Männer, sondern auch für Frauen eine Unterkunft. Sogar Hunde sind in der Einrichtung erlaubt. Insgesamt stehen 15 temporäre Schlafplätze zur Verfügung, wobei es langfristig darum geht, die Menschen in einer eigenen Wohnung unterzubringen. Darüber hinaus ist das Harburg Huus auch tagsüber eine Anlaufstelle und als eine Art soziokulturelles Zentrum allgemeiner Treffpunkt. In dem Zusammenhang realisierten beispielsweise auch MSH-Studierende schon ein Kunstprojekt und organisierten kreatives Malen sowie eine Schreibwerkstatt im Harburg Huus.

Lebenshilfe Stormarn – Pädagogische Frühförderung

Die Lebenshilfe bietet verschiedene Leistungen für Menschen mit Behinderung. Von der frühen Förderung über KiTas, Schulbegleitung und Werkstätten bis hin zu Wohn- und Seniorengruppen decken die Angebote dabei alle Lebensbereiche ab. Inhaltlich ist die Tätigkeit für Studierende verschiedener Fachbereiche geeignet. Für den Einstieg in die Einrichtung wird ein Praktikum empfohlen.

Jugenderholungswerk Hamburg e. V.

Das Jugenderholungswerk bietet Kindern finanziell benachteiligter Familien eine bezuschusste Ferienfreizeit. Betreuer kann dabei jeder werden, der sich ehrenamtlich engagieren will. Egal, mit welchem Hintergrund, das Projekt bietet die Chance, ganz viele Einblicke in die pädagogische Praxis sowie dazugehörige Büroarbeit zu erhalten und sich selbst auszuprobieren.

Landesförderzentrum Sehen, Schleswig

Mit dem Angebot vom Landesförderzentrum Sehen sollen Kinder mit Sehbeeinträchtigung soweit unterstützt werden, dass sie normal am Unterricht teilnehmen können. Wer sich für die Arbeit im Themenspektrum Sehen interessiert und zum Beispiel als Sozialpädagoge oder Heilpädagoge eine pädagogische Grundausbildung besitzt, hat die Möglichkeit vom Praktikum über die Abschlussarbeit bis zur Festanstellung bei der Einrichtung in Schleswig tätig sein.

Prof. Dr. Liane Simon

Fon: 040.36 12 26 49250
Fax: 040.36 12 26 430
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Prof. Dr. Thorsten Bührmann

Fon: 040.361 226 49329
Fax: 040.361 226 430
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