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Zweiter Trinationaler Workshop »Partizipative Forschung in der Sozialen Arbeit«

Workshopprogramm

Modelle partizipativer Forschung werden in der Sozialen Arbeit vermehrt erprobt und diskutiert. Partizipative Forschung steht dabei für eine Forschungspraxis, bei der Personen, die durch eigene Betroffenheit, Erfahrungen oder Lebenslagen mit dem Gegenstand der Forschung verbunden sind, im Forschungsprozess mitwirken und über relevante Fragen mitentscheiden: bspw. die Wahl von Forschungsthemen, Forschungsfragen und Methoden, die Datenerhebung, die Datenauswertung, die Darstellung von Forschungsergebnissen, ihre Verbreitung in der (Fach-)Öffentlichkeit und ihre Nutzung.

Der Workshop »Partizipative Forschung in der Sozialen Arbeit« bietet Wissenschaftler*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz Gelegenheit, sich kritisch mit Potenzialen und Herausforderungen partizipativer Forschung in der Sozialen Arbeit auseinanderzusetzen und sich über ihre Erfahrungen mit partizipativer Forschung auszutauschen.

Der Workshop (finales Programm) basiert auf zwei Diskussionssträngen: einem thematisch offenen Strang und einem thematisch fokussierten Strang zum Thema Partizipative Forschung und Bildung.

  • Allgemeiner Strang: Konzeptionen, Designs und Praxis partizipativer Forschung in der Sozialen Arbeit. In diesem Strang werden Einblicke in abgeschlossene oder laufende Projekte gegeben (Forschungsanlass und Forschungsfrage; Methoden der Datenerhebung und Datenauswertung; partizipative Elemente im Forschungsprozess; Ergebnisse, Erfahrungen und weiterführende Erkenntnisse zu partizipativer Forschung).
  • Themenfokus Partizipative Forschung und Bildung: Dieser Strang beinhaltet neben projektbezogenen Beiträgen auch grundlegende theoretische und methodologische Beiträge, die das Verhältnis von Forschung und Bildung ausleuchten. Wie kann partizipative Forschung beidseitige Bildungsprozesse bei jenen anregen, die am Forschungsprozess beteiligt sind? Was bedeutet das für die Gestaltung von Forschungsprozessen? Wie sind die Logiken von Bildung und sozialpädagogischer Forschung aufeinander beziehbar? Was bedeutet das für das forschungsmethodische Repertoire der Sozialen Arbeit? Gibt es Zusammenhänge zwischen partizipativer Forschung und Demokratiebildung und wenn ja welche?

Darüber hinaus erfolgt im Rahmen des Workshops die Präsentation des Sonderhefts neue praxis «Partizipative Forschung in der Sozialen Arbeit. Zur Gewährleistung demokratischer Teilhabe an Forschungsprozessen» (erscheint demnächst).

 

Informationen zur Veranstaltung

Wo?

MSH Medical School Hamburg, Campus »Arts and Social Change«, Schellerdamm 22-24, 21079 Hamburg

Wann?

Mittwoch 06. Mai 2020 ca. 15:00 Uhr bis Freitag 08. Mai 2020 ca. 13:30 Uhr

Wer?

An dem Workshop nehmen ca. 40 Wissenschaftler*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz teil, die als Einzelne oder als Mitglieder eines Forschungsteams mit einem Beitrag vertreten sind.  

Der Workshop wird organisiert von Prof. Dr. Florian Eßer (Universität Osnabrück), Prof. Dr. Elisabeth Richter (MSH Medical School Hamburg), Prof. Dr. Wibke Riekmann (MSH Medical School Hamburg), Clarissa Schär (MA, Universität Zürich), Prof. Dr. Stefan Schnurr (Hochschule für Soziale Arbeit FHNW), Prof. Dr. Wolfgang Schröer (Universität Hildesheim) und Prof. Dr. Benedikt Sturzenhecker (Universität Hamburg).

Ihre Ansprechpartnerin

Prof. Dr. Elisabeth Richter
Professorin für Interkulturelle Soziale Arbeit

Fon: 040.361 226 49330
Fax: 040.361 226 430
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